Mitgliederversammlung 2022

Mitgliederversammlung 2022

Gute Zusammenarbeit auch in Krisenzeiten - Mitgliederversammlung des Maschinen- und Betriebshilfsringes Vilsbiburg

Vilsbiburg. Der Maschinen- und Betriebshilfsring Vilsbiburg e.V. lud am Donnerstag den 2. Juni zur Mitgliederversammlung in das Gasthaus Rampl in Hinterskirchen ein. Obwohl der Zeitpunkt mit Anfang Juni etwas ungewöhnlich im landwirtschaftlichen Jahresverlauf gewählt war, folgten viele Mitglieder der Einladung. Im Jahr 2021 wurde nach den Sonderregelungen für Vereine, keine reguläre Mitgliederversammlung abgehalten, somit standen in diesem Jahr die Jahresabschlüsse aus 2020 und 2021 zur Entlastung.

Die Herausforderungen der Pandemie für das Tagesgeschäft und auch für das Ehrenamt waren Themen im Bericht des ersten Vorsitzenden Martin Weindl. Es wurde wie in vielen anderen Firmen und Vereinen auf online Sitzungen und Versammlungen ausgewichen. Er bedankte sich bei der Vorstandschaft für die gute Arbeit in der Weiterentwicklung des Maschinenrings als Dienstleister für seine Mitglieder. Auch berichtete er über eine weitere neue Dienstleistung, die den Landwirten seit Juli 2021 zur Verfügung steht. Mit einem hochpräzisen GNNS Empfänger können für interessierte Mitglieder Grenzsteine gesucht und markiert, oder Leitung am Betrieb digital eingemessen werden. Dies trifft den ursprünglichen Gedanken der Maschinenringe, teure und moderne Technik gemeinsam zu nutzen und allen zur Verfügung zu stellen. Auch hier steht die Zusammenarbeit im Vordergrund, denn dieses Gerät werde auch in den Nachbarringen Landshut-Rottenburg und Rottal-Inn mit Erfolg eingesetzt.

Auch führte Martin Weindl die personellen Änderungen der letzten beiden Jahre aus, in denen mit Erfolg Verstärkung im Bereich der Betriebshilfe und im gewerblichen Dienstleistungsbereich gesucht und auch gefunden wurde. “Beim Personal der Geschäftsstelle steht der Maschinenring Vilsbiburg vor weiteren Herausforderungen”, so stellte der Vorsitzende das starke Team der Mitarbeiter als einen wichtigen Bestandteil für das Gelingen aller Aufgaben für die Mitglieder heraus. Am Ende dankte Martin Weindl dem Geschäftsführer Martin Freudenreich und allen Mitarbeitern für ihre gute Arbeit in den beiden Jahren, ebenso bedankte er sich bei allen Vorständen für ihr Engagement und ganz besonders bei den Betriebshelferinnen und -helfern für ihre wichtige Arbeit auf den Betrieben, die ebenfalls während der letzten zwei Jahre nicht einfach gewesen seien.

Geschäftsführer Martin Freudenreich zieht eine positive Bilanz für die Jahre 2020 und 2021

Im Anschluss übernahm der Geschäftsführer Martin Freudenreich das Wort zum Geschäfts- und Kassenbericht für die Jahre 2020 und 2021.

Trotz der schwierigen Lage und der fehlenden Planungssicherheit in der Landwirtschaft, konnte der Maschinenring Vilsbiburg seine Mitgliederzahl mit 1039 auf gleichem Niveau zu den Vorjahren halten. Die durchschnittliche Betriebsgröße der Mitglieder liegt bei knapp 30 ha Fläche und der Verrechnungswert der über den Maschinenring abgerechneten Leistungen aus der Landwirtschaft liegt im Jahr 2021 bei knapp 4 Mio. Euro Umsatz.

Seit vielen Jahren fördert der Maschinendring Vilsbiburg Güllegemeinschaften und stellt selbst vier Fässer im Ringgebiet zur Verfügung. Auch zwei große Ackerschlepper mit Pflug können sich die Mitglieder jederzeit für ihren Betrieb ausleihen. Dadurch können größere Investitionen im eigenen Betrieb eingespart werden, neue Interessenten für die gemeinsame Technik wären jederzeit herzlich willkommen, erläuterte Martin Freudenreich.

In der sozialen Betriebs- und Haushaltshilfe wurde im Jahr 2021 in 92 und 2020 in 84 Fällen mit insgesamt über 28.000 Arbeitsstunden geleistet. Diese Leistung war in den beiden Jahren mit allen sozialen und medizinischen Einschränkungen für Patienten, Helfer und Helferinnen nicht einfach. Trotz starker Schwankungen konnten alle Anfragen abgedeckt und sogar neue Einsatzkräfte dazugewonnen werden. Für die geleistete Arbeit bedankte sich der Geschäftsführer herzlich bei allen Betriebshelferinnen und Helfern so wie bei seiner Mitarbeiterin und Einsatzleistung Elvira Werner.

Bei der wirtschaftlichen Betriebshilfe, also vorwiegend der landwirtschaftlichen Bauhilfe, gehen die Zahlen in den letzten Jahren zurück. Die fehlende Planungssicherheit und die Unsicherheit vor den politischen Entscheidungen von Morgen verhindern leider oft Investitionen.

Breites Angebot für Mitglieder: von Schulungen über Bürokratie bis zur Fahrt ins Weserbergland

Damit die Mitgliedsbetriebe hier im Tagesgeschäft eine Entlastung von Bürokratie und Verordnungen erhalten, bietet der Maschinenring hier die Komplettleistung in allen Bereichen an.
“Wir nehmen uns Zeit für Ihren Betrieb”, erklärte der Geschäftsführer und führte alle Antragsarten und umfangreichen Dienstleistungen aus, auf die die Mitglieder zurückgreifen können. Besonders bei den Berechnungen zur Düngeverordnung gibt der Ring Hilfestellung und verschafft Übersicht.

Auch Schulungen und Fortbildungen wurden trotz umfangreicher Hygieneauflagen, teils online, teils mit Konzept und Abstand abgehalten und organisiert. Hier nannte Martin Freudenreich die Sachkundeschulungen im Bereich Pflanzenschutz und die Berufskraftfahrerfortbildungen als Beispiele. Natürlich spielen auch Umweltthemen im Tagesgeschäft eine Rolle, so organisiert der Maschinenring Altreifenentsorgung im Ringgebiet und betreut verschiedene Projekte mit und für den Landschaftspflegeverband Landshut. Auch ging der Geschäftsführer kurz auf die Digitalisierungsprojekte des Bundesverbandes mit den verschiedenen Möglichkeiten für die Mitglieder z.B. mit der neuen Ackerschlagkartei ein.

Im September 2021 konnte sogar im Rahmen der Möglichkeiten eine MR-Fahrt ins Weserbergland organisiert und auch umgesetzt werden.

In der gewerblichen Tochterfirma, die gemeinsam mit fünf anderen Maschinenringen geführt wird, waren die beiden Wirtschaftsjahre ebenfalls sehr erfolgreich. Über 300 Kunden aus der Region nutzen die Kompetenz und Schlagkraft der Landwirte vor Ort und deren Angebote. Zuerwerb für über 40 landwirtschaftliche Betriebe in den Bereichen Winterdienst, Grünpflege, Baumfällungen und auch Landschaftspflege, die durch die MR Niederbayern GmbH realisiert werden. Auch Einkaufsvorteile für die Mitglieder und Sammelbestellungen können über die Tochterfirma angeboten und abgewickelt werden.

Drei Gäste bereichern die Versammlung mit Grußworten

Aufgrund der Tagesordnung mit der Entlastung für zwei Jahre hat man auf einen Fachvortrag verzichtet, so übergab der erste Vorsitzende nach dem Kassenprüfbericht das Wort an drei Gäste für die Grußworte.

Der neue Leiter der Forstdienststelle Vilsbiburg Andreas Fleig nutze die Gelegenheit zur Vorstellung seiner Person und seiner Aufgaben für die Land- und Forstwirte.

Ein weiteres Grußwort kam vom stellvertretenden Kreisobmann des bayerischen Bauernverbandes Martin Hohenester. Er beschrieb die schwierige Lage in der Landwirtschaft, in einem Spannungsfeld aus Vorschriften und Erwartungen in der Lebensmittelproduktion, eingeengt zu sein. Er hob den schweren Zwiespalt, zwischen Grundversorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln, bei gleichzeitig massiven Auflagen und sich ständig ändernden gesetzlichen Grundlagen, hervor.

Als dritte und letzte Grußwortrednerin gab die amtierende bayerische Biokönigin Annalena Brams aus Vilsbiburg allen Landwirten noch aufmunternde Worte mit auf den Weg: “In der aktuellen Situation stehen konventionelle wie ökologisch wirtschaftende Betriebe vor großen Herausforderungen. Wichtig ist jetzt besonders nicht gegeneinander zu arbeiten, sondern ein respektvolles Miteinander zu pflegen. Gleichzeitig muss man sich einen gewissen Grundoptimismus bewahren, um möglichst gut durch aktuelle und kommende Krisen zu kommen”.

Mit einem Kuchenbuffet für die Besucher endete eine informative Jahreshauptversammlung.

 

 

Eindrücke von der Jahreshauptversammlung 2022



Haben Sie Fragen, brauchen Sie Unterstützung melden Sie sich bei uns Wir sind für unsere Mitglieder da!