Kooperation der reginonalen Landwirtschaft

Kooperation der reginonalen Landwirtschaft

Zu Beginn der Versammlung begrüßte der erste Vorsitzende Martin Weindl die anwesenden Mitglieder und Ehrengäste. In einer kurzen Gedenkminute wurde den im vergangenen Jahr verstorbenen Mitgliedern gedacht. Das Ehrenamt hatte auch im letzten Jahr wichtige Entscheidungen zu treffen und damit auch die Entwicklung des Maschinenring Vilsbiburg mitbestimmt. Wichtige Themen aus dem vergangenen Jahr waren z.B. das Digitalisierungsprojekt des Bundesverbandes und die Wahl des neuen Vorstands im bayerischen Landesverband Florian Hierl, sowie des neuen Vorstandes des Bundesverbands Nils Thun. Martin Weindl bedankte sich bei allen Vorständen, für die sehr gute und sachliche Zusammenarbeit bei den Sitzungen. Am Ende dankte er dem Geschäftsführer Martin Freudenreich und allen Mitarbeitern für ihre gute Arbeit im letzten Jahr, ebenso bedankte er sich ganz besonders bei allen Betriebshelferinnen und -helfern für ihre wichtige Arbeit auf den Betrieben.

Im Anschluss übernahm der Geschäftsführer Martin Freudenreich das Wort zum Geschäfts- und Kassenbericht für die Jahre 2023 und 2024.


Der Geschäftsführer berichtete umfassend über die verschiedenen Tätigkeitsbereiche des Maschinenrings. Im Bereich der sozialen Betriebs- und Haushaltshilfe wurden 120 Einsätze mit insgesamt knapp 17.000 Arbeitsstunden geleistet. Die Belegabrechnung umfasste über 8.000 abgerechnete Vorgänge zwischen landwirtschaftlichen Betrieben. Die Mitgliederzahl mit 1018 auf gleichem Niveau zu den Vorjahren halten. Die durchschnittliche Betriebsgröße der Mitglieder liegt bei gut 30 ha Fläche und der Verrechnungswert der über den Maschinenring abgerechneten Leistungen aus der Landwirtschaft liegt im Jahr 2023 bei knapp 4 Mio. Euro Umsatz. Besonders stark wurde auch das Dienstleistungsangebot für landwirtschaftliche Antragsverfahren nachgefragt, darunter Düngeverordnung, Agrardieselanträge und Mehrfachanträge.

Ein besonderes Lob sprach Freudenreich den Mitarbeitern des Büros aus: Elvira Werner und Christiane Fleckenstein für ihre herausragende Einsatzleitung in der Betriebshilfe sowie Josef Seemann, Florian Penker und Alexander Limmer für ihre kompetente Unterstützung der Mitglieder bei Antragsverfahren. Viele Schulungen und Fortbildungen wurden im Jahr 2024 durch die Geschäftsstelle organisiert. Hier nannte Martin Freudenreich die Sachkundeschulungen im Bereich Pflanzenschutz und die Berufskraftfahrerfortbildungen als Beispiele. Natürlich spielen auch Umweltthemen im Tagesgeschäft eine Rolle, so organisiert der Maschinenring seit vielen Jahren im größeren Umfang die Altreifenentsorgung im Ringgebiet und betreut verschiedenste Projekte mit und für den Landschaftspflegeverband Landshut.

Der neue Bereich Digitalisierung in der Landwirtschaft mit dem bundesweiten Maschinenringprojekt „MeinAcker“ wurde ebenfalls in 2024 kostenfrei jedem Mitglied zur Verfügung gestellt. Schlagkartei und Dokumentenverwaltung für jeden Betrieb, Erfüllung der E-Rechnungsvorgaben und die digitale Abrechnung der überbetrieblichen Arbeiten sind die erfolgreichen Bausteine des Systems. Ein kurzer Rückblick auf die Lehrfahrt, und weitere Veranstaltungen rundete den Überblick der Vereinstätigkeiten ab.

Ebenfalls sehr umfangreich ist mittlerweile der gewerbliche Bereich über die Tochterfirma MR Niederbayern GmbH geworden. Über diese Firma organisiert der Maschinenring Vilsbiburg gemeinsam mit sechs beteiligten Nachbarringen flexiblen Zuerwerb für die Landwirte aus der Region im Bereich Winterdienst, Grünflächenpflege, Pflanzungen, Außenreinigung und auch Landschaftsbau. Ein umfangreiches Angebot mit vielen spezialisierten Landwirten, bietet über 40 Betrieben ein zusätzliches Einkommen und bedient zuverlässig über 300 Kunden aus heimischen Firmen, Kommunen und vielen Privatkunden.


Neben der bereits bekannten Dienstleistung der Grenzsteinsuche, die aktuell für Forstflächen vor der Neupflanzung sehr angefragt ist. Zudem bietet der Maschinenring nun auch ein Kabelsuchgerät im Soloverleih für Mitglieder an. „Teure Technik für die Mitgliedergemeinschaft zur Verfügung zu stellen, bedeutet in der heutigen Zeit vor allem digitale Technik“, so Freudenreich.

Finanziell konnte der Verein eine stabile Bilanz präsentieren. Die Einnahmen beliefen sich im Jahr 2024 auf 344.975,29 Euro, während die Ausgaben 344.424,60 Euro betrugen. Daraus ergab sich ein leichter Überschuss von 550,29 Euro.

Im Anschluss trug Kassenprüfer Thomas Bayersdorfer seinen Prüfbericht vor und bestätigte eine ordnungsgemäße Kassenführung. Die Mitglieder entlasteten die Vorstandschaft für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 einstimmig. Auch der Haushaltsvoranschlag für 2025 wurde von der Versammlung einstimmig beschlossen.  Ein zentraler Punkt der Jahreshauptversammlung waren die Neuwahlen zur Vorstandschaft, die alle fünf Jahre stattfinden. Die Wahlleitung übernahm Tobias Lermer vom Landschaftspflegeverband Landshut. Die Wahl wurde schriftlich und geheim durchgeführt. Martin Weindl wurde einstimmig als erster Vorsitzender wiedergewählt. Als neuer zweiter Vorsitzender wurde Michael Stadler gewählt. Darüber hinaus wurden die Gebietsvertreter Heinz Thiele, Georg Baumann, Manuel Schott, Georg Abholzer, Michael Stadler, Hermann Tausend, Johann Eckendörfer, Andreas Wolker, Jakob Finkenzeller sowie die neu hinzugekommenen Thomas Ippenberger, Martin Lichtenegger und Lorenz Zehetbauer bestimmt

Die neue Vorstandschaft 2025
Die neue Vorstandschaft 2025

Nach den Grußworten der Ehrengäste Monika Maier (Bürgermeisterin der Gemeinde Bodenkirchen), Rainer Hoffmann (AELF Abensberg-Landshut) und Georg Sachsenhauser (BBV-Kreisobmann Landshut) folgte der Gastvortrag von Bernhard Empl, ehemaliger Geschäftsführer des Maschinenrings Erding. Er sprach über die Maschinenring-Idee und den Pioniergeist in Afrika sowie über die Entwicklungszusammenarbeit des Bundesverbandes der Maschinenringe mit der Caritas und dem Bund. Ein Projekt das seit 2018 große Erfolge in der regionalen Landwirtschaft im Senegal und deren Nachbarländern erzielt hat und die dortige Landwirtschaft massiv voran bringt und die Lebenssituation vieler Menschen vor Ort stark verbessert. Das Konzept der Hilfe zur Selbsthilfe mit Eigenverantwortung und Selbstbestimmung funktioniert nicht nur mit unserer industrialisierten Landwirtschaft, sondern hilft auch bei der Entwicklung einer Zukunft der Landwirtschaft weltweit.

Zum Abschluss der Versammlung standen keine weiteren Anträge oder Wünsche zur Diskussion. Traditionell klang der Abend bei Kaffee und Kuchen in geselliger Runde aus.

Eindrücke unserer Mitgliederversammlung 2025


Siehe auch


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