Zwischen Blütenmeer und Ozeanriesen – Das Ammerland und Ostfriesland entdecken

Zwischen Blütenmeer und Ozeanriesen – Das Ammerland und Ostfriesland entdecken

Reisebericht MR Lehrfahrt 2025 07.09. bis 11.09.

Auch in diesem Jahr hatte sich die Reisegruppe des Maschinen- und Betriebshilfsring Vilsbiburg e.V. ein vielfältiges Programm im Norden Deutschlands vorgenommen. Die fünftägige Reise führte ins idyllische Ammerland und an die raue Nordseeküste Ostfrieslands. Auf dem Programm standen beeindruckende Einblicke in den modernsten Gartenbau Europas, den gigantischen Bau von Kreuzfahrtschiffen sowie Besuche bei spezialisierten Agrarbetrieben, abgerundet durch kulturelle und landschaftliche Höhepunkte.

Bei längeren Fahrten hat es sich bewährt, früh zu starten. Nach einer ersten Etappe Richtung Norden legte die Gruppe eine gemütliche Frühstückspause in der Erlebnisgastronomie Pilatushof ein, bevor es gestärkt weiterging. Das erste große Highlight wartete in Emsbüren mit einem Besuch der Emsflower GmbH, die größte Gärtnerei Europas für Beet- und Balkonpflanzen.

Bei einer fachkundigen Führung durch die riesigen Gewächshäuser wurde den Teilnehmern die beeindruckende Dimension dieses großen Gartenbauunternehmens vor Augen geführt. Im Anschluss blieb noch Zeit für eine Kaffeepause, bevor die letzte Etappe zum Hotel anstand. Die Übernachtung im 4-Sterne-Hotel Voss in Westerstede, Deutschlands einzigem Schokoladenhotel, sorgte bereits bei der Ankunft für süße Erwartungen auf die kommenden Tage.

Besuch der Emsflower GmbH
Besuch der Emsflower GmbH

Nach dem Frühstück am zweiten Tag stand zunächst ein weiterer landwirtschaftlicher Höhepunkt auf dem Programm, die Besichtigung des Betriebes der Familie Bruns einer der größten Baumschulen der Region. Mit einem Sortiment von über 2.000 Gattungen, von jungen Alleebäumen bis zu imposanten Solitärgehölzen mit Stammumfängen von bis zu 140 cm, wurde die gärtnerische Vielfalt und die wirtschaftliche Bedeutung des Ammerlandes deutlich.

Im Anschluss führte eine Rundfahrt durch die einzigartige Landschaft aus Moor, Geest und Marsch zum Zwischenahner Meer, wo eine Mittagspause eingelegt wurde. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen modernster Schifffahrtstechnik. Bei der Meyer Werft in Papenburg bekam die Gruppe einen atemberaubenden Einblick in den Bau von Luxuslinern. Besonders der Blick von den Skywalks in die gewaltigen Hallen, in denen die Ozeanriesen Gestalt annehmen, war ein unvergessliches Erlebnis. Ein maritimer Abend mit einem Shanty-Chor im Hotel rundete diesen ereignisreichen Tag stimmungsvoll ab.

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Der dritte Tag führte die Reisegruppe entlang der sogenannten Störtebekerstraße an die Küste.
Erster Stopp war das malerische Fischerdorf Greetsiel. Mit seinen historischen Häuserzeilen aus dem 17. und 18. Jahrhundert und dem Hafen, in dem noch heute 27 Krabbenkutter beheimatet sind, versprühte der Ort eine romantische und authentische Atmosphäre. Bei der Rückfahrt zum Hotel wurde es wieder technisch, die Reisegruppe besichtigte das Emssperrwerk. Dieser gigantische Wall aus Stahl und Beton dient nicht nur dem Schutz der Menschen vor Sturmfluten, sondern staut bei Bedarf auch die Ems auf, um den Traumschiffen der Meyer-Werft die Passage in die Nordsee zu ermöglichen. Der restliche Nachmittag stand in Westerstede zur freien Verfügung, um im Wellnessbereich des Hotels zu entspannen oder einen Spaziergang durch die Stadt zu unternehmen.

Bestes Wetter auf Langeoog

Ein besonderer Höhepunkt wartete am vierten Tag mit dem Tagesausflug auf die Insel Langeoog. Nach der Busfahrt zum Hafen von Bensersiel setzte die Gruppe mit der Fähre auf das autofreie Eiland über. Dort angekommen, wurde die Insel ganz entschleunigt bei einer einstündigen Kutschfahrt erkundet. Die frische Nordseeluft, der weite Sandstrand und die unberührte Natur zeigten den Teilnehmern eine ganz andere Seite Ostfrieslands. Ein geführter Rundgang und eine kleine Wanderung am Strand boten weitere Einblicke, bevor Zeit zur freien Verfügung blieb, um die Insel auf eigene Faust zu genießen. Am späten Nachmittag ging es mit Schiff und Bus wieder zurück zum Hotel.

Auch am Abreisetag stand noch ein interessanter Programmpunkt an. Auf dem Heimweg wurde der Biohof von Bauer Maaß besichtigt, der seit 1998 nach Bioland-Richtlinien wirtschaftet. Die Gruppe erhielt einen Einblick in die Kreislaufwirtschaft des Familienbetriebs, wo auf den Feldern das Futter für die Schweine, Glanrinder und Legehennen wächst und deren Mist wiederum als wertvoller Dünger dient. Viele einzelne Betriebszweige und doch spezialisiert auf die Direktvermarktung, eine interessante Kombination. Nach einem kleinen gemeinsamen Mittagsimbiss und der Besichtigung des großen hofeigenen Ladens, bei dem man sich von der Qualität der Produkte überzeugen konnte, wurde die letzte Etappe der Heimreise angetreten.

Nach fünf erlebnisreichen Tagen zwischen Moor und Meer, Technik und Tradition, Schokolade und Shantys kehrten die Reisenden am Abend zufrieden zurück – im Gepäck viele neue Eindrücke, Bilder und Anekdoten, die noch lange nachklingen werden.

Eindrücke der Reise an die Nordsee


Siehe auch


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